Seit 1988 treffen sich ein paar Herren mit schwarzen Instrumentenkoffern von Zeit zu Zeit, um einen Anschlag auf die computer- und technoverseuchten Gehörgänge unserer Zeit durchzuführen.
Blues, Rhythm & Blues, Swing und Soul der letzten 50 Jahre Musikgeschichte voller Dynamik, Spontaneität und Humor - mit diesen Waffentritt die Blues Mafia an gegen eine Welt der vordergründigen Perfektion von Drumcomputern, Sequenzern und elektronischen Fischerchören...

Das Repertoire der Blues Mafia ist eine stilistisch abwechslungsreiche und vielseitige Reise durch die Bluesgeschichte, vom Country-Blues mit akustischer Slidegitarre zu Soultiteln. Im Laufe der Zeit kristallisierten sich bei den Coverversionen drei Schwerpunkte heraus:

> swingender Jump-Blues der frühen 50er Jahre mit Bläsersätzen von Saxophon und Bluesharp, Titel von Wynonie Harris, Bullmoose Jackson...
> klassischer Chicago-Blues, bekannteres und obskures Material von Leuten wie Muddy Waters, Jimmy Reed, Jimmy Rogers...
> Rhythm & Blues aus Louisiana/New Orleans, eine ausgesprochen witzige und unterhaltsame Musik, Titel von Dr. John, Ernie K-Doe, Earl King

Inspiriert von dieser musikalischen Reise wurden dann im heimatlichen Münsterland eigene musikalische Ideen entwickelt und verwirklicht.
 
Das aktuelle Konzertprogramm präsentiert inzwischen zur Hälfte eigenes Songmaterial, dokumentiert auf den CDs der Blues Mafia
      Recycling The Blues (1995)
      Homegrown (1998)
      Neuerscheinung: Delivering (Live mit Jeanne Carroll, erscheint im August 2000)  

Trotz unterschiedlichstem Repertoire hat die Blues Mafia einen ganz individuellen, bandtypischen Stil entwickelt, der bei keinem Konzert Langeweile aufkommen lässt. "Mafia-Stil" bedeutet:
> Zwei Frontmen, häufiger Wechsel von Solo- und Background-Gesang - fünf der sechs "Mafiosi" singen !
> Bläsersätze von Saxophon und Bluesharp
> Abwechslung zwischen straff arrangierten Passagen und dem nötigen Freiraum für Instrumenalsoli und Features.

Das Konzept der Blues Mafia und die CDs erfuhren nicht nur durch das Konzertpublikum, sondern auch durch die Fachpresse hohe Anerkennung:

Mojo Kilian/German Blues Circle: "...ambitionierte Produktion...überdurchschnittlich...excellentes Bluesharpspiel...sehr gute(r) Saxophonist...interessante Sax/Harp-Bläsersätze...sehr erfreulich - 9 eigene Titel"

Frank Horn/BluesNews: "...Hut ab! ... macht Spaß!"
Platz 2 BluesNews-Charts Herbst 99

City Sound: "präzise, frisch...und sehr lebendig...wer so gut spielt...kann sich...an Eigenem versuchen."

Neben zahlreichen Auftritten in Kneipen, Kulturzentren, Clubs, auf Festivals und Stadtfesten kann die Blues Mafia auf Auftritte in Polen, der ehemaligen  CSFR, Österreich und Holland zurückblicken.

Weitere HIghlights waren Konzerte als Begleitband von schwarzen Musikern wie Louisiana Red, Tommy "Madman" Jones und Angela Brown.

Insbesondere ist die kontinuierliche Zusammenarbeit der Chicagoer Sängerin Jeanne Carroll erwähnenswert, die seit 1990 regelmäßig auf die Blues Mafia als Begleitband zurückgreift.

Die langjährige Erfahrung der Musiker, sei es mit der Blues Mafia, sei es in anderen Bands, sei es durch gemeinsame Auftritte mit Originalkünstlern wie Champion Jack Dupree, Eddie C. Campbell, Charlie Musselwhite, Big Jay Mc Neely..., erlauben es den Mafiosi, den Blues so zu spielen wie er gespielt werden sollte:
 
> mit Respekt vor dem Originalmaterial, ohne die Altmeister Ton für Ton zu kopieren.
> mit Dynamik und Spontaneität, ohne sich in uferlosen Improvisationen zu verlieren.
> mit einem guten Schuß Entertainment, ohne in Klischees und Platitüden zu verfallen.
> als Kommunikation der Musiker untereinander und mit dem Publikum.